Vor gar nicht allzu langer Zeit schoss es mir durch meinen wirren Kopf: Die Geburt und Jesus ... jede noch so großartige Geschichte, der erste Kuss mit Zunge, zugeschlagene Bücher, ausgetretene Schuhe, Zeugnisse wie Urkunden, der letzte und auch der nächste Herbst, vereinzelte Tränen, Verbitterung, Völlegefühl, schönste Träumereien, ein Versagen, das Verbrechen, alle Schwüre, Ansagen, Verträge - vergänglich! Die ausgetretenen Pfade eines kleinen Lebens, die Wülste von ungezählten Narben, Hall der Rufe, Schreie und Gebete, jedes kluge Wort oder eine wirklich grandiose Lüge - vergebene Mühe! Da stehen nun alle Jahre nur als Einheit für des Vergessen. Sicherlich ... die Fäulnis braucht ihre Zeit. Aber letzten Endes wird nichts bleiben. Vielleicht der aller letzte Trost für eine völlig verunsicherte Welt. Der Rabe nimmt sich der Toten an.
Freitag, 6. Dezember 2024
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