Nimmermüde fällt er ... nass und schwer ... der Regen ... gleichmäßig verteilt, kontinuierlich wie gnadenlos ... stets und ständig in diesen grauen Tagen. Peters Zigarette wird feucht und qualmt wie ein Schlot ... oder klammes Laub ... hängt schlaff nach unten. Er flucht leise vor sich hin ... spuckt seine schwere Aule quer über den speckig glänzenden Gehweg ... zieht beide müden Beine schwerfällig hinter sich her und sucht einen trockenen Unterschlupf. Bei einem blühenden Kastanienbaum tröpfelt es nur leicht ... Düfte steigen auf ... erdig und wie aus Rosen, Veilchen ... muntere Rinnsale schlängeln sich spielerisch um den kräftigen Stamm. Peter lehnt sich gegen ... stützt beide Hände auf seine zitternden Oberschenkel ... vornübergebeugt ... und reihert sich lauthals die Seele aus dem Leib. Erbricht aus einem einzigen Guss und nimmt seine aufkommenden Tränen als Zutat für dieses furchtbare Malheur. Keine Menschen weit und breit. Glück im Unglück. Schlieriger, dampfender Brei zwischen den triefenden Schuhen ... elendiges Würgen ... Bitterstoffe ... brennender Reiz ... Unbehagen ... Schmerzen in der Magengrube. Peters Handrücken fährt nervös über den aufgesperrten Mund ... wischt grob einmal drüber ... streift seitlich die hängende Hose. Und der Regen dringt boshaft durchs Laub ... aufdringlich sickert das Wasser durch das Blattwerk ... es macht jetzt keinen großen Unterschied mehr. Zwei Spatzen mit klebenden Federn verstummen ob der Schauer ... picken schließlich in der groben Kotze nach irgendeinem Vitamin. Peter glotzt mit weit geöffneten Augen vor sich hin ... beobachtet die Tiere und wie sich kleine Bäche zu einem winzigen Strom vereinen. In den Zwischenräumen eines langen Tages sammelt sich der Trübsinn und rasselt mit allem was er hat. Es marschieren die traurigen Gedanken zu den alten Erinnerungen ... eine militärische Parade in voller Montur ... stramm stehende Söldner des einbruchsicheren Schicksals. Die Atmung zerfällt in hastiges Keuchen ... der Lebensstress schlittert ungebremst durch die brüchige Zeit. Peter macht kräftig in die Hose.
Freitag, 8. Mai 2026
Dienstag, 5. Mai 2026
WOHNSTADT-NORD.
Freitag, 1. Mai 2026
GEBÜSCH-MANN. INTERVIEW.
Sonntag, 26. April 2026
ENTWURZELT.
Freitag, 24. April 2026
JASON UND JOEL.
Dienstag, 21. April 2026
AUF DER FLUCHT II.
Ja ... da saßen sie alle ganz brav in Reih und Glied an dem feucht-muffigem Holztresen ... auf feuerroten durchgescheuerten Kunstleder-Barhockern und starrten in flackernde Glühbirnen ... nur um sich auf eine vertraute und liebevolle Weise selbst zu beweinen .... die Männer mit den wenigen Haaren, akkurat seitlich gekämmt mit dem Fett der Kopfhaut und einem fleckigem Plastik-Kamm. Die Lider der traurigen Augen hingen schlaff wie faltig - so als seien sie verwitterte Jalousien. Dickliche Daumen drehten mit gekrümmten Zeigefingern an gut gefüllten Schnapsgläsern und sorgten damit für etwas entspannte Kurzweil ... bevor sich all die übel riechenden Mäuler ein weiteres Mal wie riesige Grüfte dem sauber gefilterten Doppelkorn entgegen dehnten. Die Zeit stand hier still. Wie der verklebte defekte Ventilator über den müden Rundrücken ... wie der letzte Entschluss aus dem vergangenen Jahr ... wie die taube Zunge ... wie das halb erstarrte Herz ... die Zeit humpelte querschnittsgelähmt auf der Stelle und hinterließ nichts als bleierne Leere. Es fielen keine Worte mehr. Das Gesagte lag auf dem Dachboden einer verstaubten Erinnerung. Eingemottet und vergessen. Dieser Zustand war von einem überdimensionalen Frieden überzogen. Volle Gläser folgten auf Geleerte ... ein ums andere Mal ... immer und immer wieder gleichmäßig verteilt über Stunden, welche wie dahinrasende Sekunden wirkten.
Die Männer der verstorbenen Frauen trafen sich genau dreimal in der Woche ... Dienstag ... Donnerstag und Sonntag ... auf der Flucht vor ihrer eigenen Hilflosigkeit ... ungebremst mitten rein in gemeinschaftliche Stille ... Schulter an Schulter ... die unglücklich betrübten Witwer und das fast schon kindlich erscheinende Stolpern über Stock und Stein.
Freitag, 17. April 2026
SZENARIEN.
Samstag, 11. April 2026
LARMOYANZ.
Mittwoch, 8. April 2026
MUSKEL.
Sonntag, 5. April 2026
KOMM - WIR GEHEN!
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... ließ eine rundliche ALKA SELTZER in den frisch gebrühten Italo-Espresso plumpsen und rührte mit dem kleinen verhorntem Finger in der rab...
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Alte Menschen wellen sich, welken nach und nach - und manchmal fallen sie einfach so in sich zusammen. Mir gegenüber sitzt einer von jenen, ...
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Wenn die Technik veraltet, wenn der Baum sich schüttelt und sein Blätterwerk abgibt, wenn der Bart ins Graue übergeht, wenn das alte Haus in...









