Freitag, 24. April 2026
JASON UND JOEL.
Dienstag, 21. April 2026
AUF DER FLUCHT II.
Ja ... da saßen sie alle ganz brav in Reih und Glied an dem feucht-muffigem Holztresen ... auf feuerroten durchgescheuerten Kunstleder-Barhockern und starrten in flackernde Glühbirnen ... nur um sich auf eine vertraute und liebevolle Weise selbst zu beweinen .... die Männer mit den wenigen Haaren, akkurat seitlich gekämmt mit dem Fett der Kopfhaut und einem fleckigem Plastik-Kamm. Die Lider der traurigen Augen hingen schlaff wie faltig - so als seien sie verwitterte Jalousien. Dickliche Daumen drehten mit gekrümmten Zeigefingern an gut gefüllten Schnapsgläsern und sorgten damit für etwas entspannte Kurzweil ... bevor sich all die übel riechenden Mäuler ein weiteres Mal wie riesige Grüfte dem sauber gefilterten Doppelkorn entgegen dehnten. Die Zeit stand hier still. Wie der verklebte defekte Ventilator über den müden Rundrücken ... wie der letzte Entschluss aus dem vergangenen Jahr ... wie die taube Zunge ... wie das halb erstarrte Herz ... die Zeit humpelte querschnittsgelähmt auf der Stelle und hinterließ nichts als bleierne Leere. Es fielen keine Worte mehr. Das Gesagte lag auf dem Dachboden einer verstaubten Erinnerung. Eingemottet und vergessen. Dieser Zustand war von einem überdimensionalen Frieden überzogen. Volle Gläser folgten auf Geleerte ... ein ums andere Mal ... immer und immer wieder gleichmäßig verteilt über Stunden, welche wie dahinrasende Sekunden wirkten.
Die Männer der verstorbenen Frauen trafen sich genau dreimal in der Woche ... Dienstag ... Donnerstag und Sonntag ... auf der Flucht vor ihrer eigenen Hilflosigkeit ... ungebremst mitten rein in gemeinschaftliche Stille ... Schulter an Schulter ... die unglücklich betrübten Witwer und das fast schon kindlich erscheinende Stolpern über Stock und Stein.
Freitag, 17. April 2026
SZENARIEN.
Samstag, 11. April 2026
LARMOYANZ.
Mittwoch, 8. April 2026
MUSKEL.
Sonntag, 5. April 2026
KOMM - WIR GEHEN!
Freitag, 3. April 2026
ANGELN OHNE HAKEN. DAS INTERVIEW!
Mittwoch, 1. April 2026
HERR HOFFMANN.
Busfahrer haben mitunter etwas mystisches an sich. Sie wirken dabei meist erhaben und unanfechtbar. Wie eine Laune der Natur. Kräftige Arme, mitunter gut behaart - ein Kopfnicken das sich stets nur schwerlich deuten lässt. Wortkarg und etwas träge federn ihre Körper auf technisch ausgefeilten Fahrersitzen. An Endhaltestellen wird viel pausiert und noch viel stärker geraucht. Nur keine Milde! Prüfend gleitet der Blick am Korpus des Kraftfahrzeuges entlang. Hemdsärmel werden wie selbstverständlich immer nach oben gekrempelt. Man wage es nicht mit großen Scheinen bezahlen zu wollen! Auch das bloße Ansprechen von Busfahrern könnte durchaus mit größeren Gefahren für Leib und Seele einhergehen. Aber das muss wohl genau so sein! Die Piloten des Asphalt tragen schließlich die Verantwortung. Rau ist der Weg zum Ziel. Bitter wie sauer schmeckt der Kaffee - die Gesellschaft hält den Mund und benimmt sich gefälligst. Es kommt auf Feinheiten an. Alle und alles der Reihe nach. Dem Transport gänzlich ausgeliefert, abhängig von der Dichte des Verkehrs und dem Geschick des düsteren Mannes am Lenkrad - einem riesenhaftem Steuer wie sonst bloß auf Schiffen ... sehnt sich der Fahrgast dem Ausstieg entgegen und grüßt brav beim Gehen. Am Haltepunkt stehen die Hoffenden in demütiger Reihe - so sollte es zumindest sein. Busfahrer leben ihren Beruf wie eine Bürde - Humor kommt schlicht zu kurz. Raunende PS legen sich in viel zu enge Kurven - es ist still im Saal der hundert Sitze.
Herr Hoffmann macht das jetzt schon seit fünfunddreißig Jahren und kennt die Strecke wie einen steten, immer wiederkehrenden Traum. Er ist zu allen Mitfahrern sehr lieb und ausgesprochen höflich. Die bräunliche Haut seines Gesichtes ist gegerbt wie bei einem Seemann und lässt ein mildes Erscheinungsbild zu. Hin und wieder bekommt er sogar kleine Präsente überreicht: Hausmacher-Knackwürste, Schnapspralinen, Zigaretten oder Kunstblumen für sein Cockpit. In den Dörfern seiner Route öffnet man ihm im Notfall sogar die Haustür für ein spontanes unaufhaltsames Scheißerchen. Freundlichkeit zahlt sich eben auch aus. Dafür hält Herr Hoffmann auch mal kurzerhand zwischendurch, hilft alten Omis beim Einstieg oder winkt eine arme Seele von Mensch einfach kostenlos durch. So ist er nun mal. Eines bösen Tages war er dann nicht mehr da. An seiner Stelle raste nun die bärtige Kompromisslosigkeit persönlichen Fahrrekorden hinterher und ließ auf seiner Jagd nach Bestzeiten auch schon mal Wartende einfach stehen. Es wehte plötzlich ein ganz anderer Wind.
Samstag, 28. März 2026
ZUR LAGE.
Sonntag, 22. März 2026
DER BÖSE WOLF.
-
Alte Menschen wellen sich, welken nach und nach - und manchmal fallen sie einfach so in sich zusammen. Mir gegenüber sitzt einer von jenen, ...
-
Der Film hat mich wirklich sehr berührt. Es flossen Tränen auf meine klebrigen Hände (Popcorn!). So schnell konnte man mich berühren! Das st...
-
Wenn die Technik veraltet, wenn der Baum sich schüttelt und sein Blätterwerk abgibt, wenn der Bart ins Graue übergeht, wenn das alte Haus in...









