Freitag, 3. April 2026
ANGELN OHNE HAKEN. DAS INTERVIEW!
Mittwoch, 1. April 2026
HERR HOFFMANN.
Busfahrer haben mitunter etwas mystisches an sich. Sie wirken dabei meist erhaben und unanfechtbar. Wie eine Laune der Natur. Kräftige Arme, mitunter gut behaart - ein Kopfnicken das sich stets nur schwerlich deuten lässt. Wortkarg und etwas träge federn ihre Körper auf technisch ausgefeilten Fahrersitzen. An Endhaltestellen wird viel pausiert und noch viel stärker geraucht. Nur keine Milde! Prüfend gleitet der Blick am Korpus des Kraftfahrzeuges entlang. Hemdsärmel werden wie selbstverständlich immer nach oben gekrempelt. Man wage es nicht mit großen Scheinen bezahlen zu wollen! Auch das bloße Ansprechen von Busfahrern könnte durchaus mit größeren Gefahren für Leib und Seele einhergehen. Aber das muss wohl genau so sein! Die Piloten des Asphalt tragen schließlich die Verantwortung. Rau ist der Weg zum Ziel. Bitter wie sauer schmeckt der Kaffee - die Gesellschaft hält den Mund und benimmt sich gefälligst. Es kommt auf Feinheiten an. Alle und alles der Reihe nach. Dem Transport gänzlich ausgeliefert, abhängig von der Dichte des Verkehrs und dem Geschick des düsteren Mannes am Lenkrad - einem riesenhaftem Steuer wie sonst bloß auf Schiffen ... sehnt sich der Fahrgast dem Ausstieg entgegen und grüßt brav beim Gehen. Am Haltepunkt stehen die Hoffenden in demütiger Reihe - so sollte es zumindest sein. Busfahrer leben ihren Beruf wie eine Bürde - Humor kommt schlicht zu kurz. Raunende PS legen sich in viel zu enge Kurven - es ist still im Saal der hundert Sitze.
Herr Hoffmann macht das jetzt schon seit fünfunddreißig Jahren und kennt die Strecke wie einen steten, immer wiederkehrenden Traum. Er ist zu allen Mitfahrern sehr lieb und ausgesprochen höflich. Die bräunliche Haut seines Gesichtes ist gegerbt wie bei einem Seemann und lässt ein mildes Erscheinungsbild zu. Hin und wieder bekommt er sogar kleine Präsente überreicht: Hausmacher-Knackwürste, Schnapspralinen, Zigaretten oder Kunstblumen für sein Cockpit. In den Dörfern seiner Route öffnet man ihm im Notfall sogar die Haustür für ein spontanes unaufhaltsames Scheißerchen. Freundlichkeit zahlt sich eben auch aus. Dafür hält Herr Hoffmann auch mal kurzerhand zwischendurch, hilft alten Omis beim Einstieg oder winkt eine arme Seele von Mensch einfach kostenlos durch. So ist er nun mal. Eines bösen Tages war er dann nicht mehr da. An seiner Stelle raste nun die bärtige Kompromisslosigkeit persönlichen Fahrrekorden hinterher und ließ auf seiner Jagd nach Bestzeiten auch schon mal Wartende einfach stehen. Es wehte plötzlich ein ganz anderer Wind.
Samstag, 28. März 2026
ZUR LAGE.
Sonntag, 22. März 2026
DER BÖSE WOLF.
Donnerstag, 19. März 2026
DIE ASSISTENTIN.
Dienstag, 17. März 2026
SCHWERE. TOTAL.
Tod - Trauer - Totale Schwere - Um dem Verlust irgendeinen Ausdruck oder Ausgleich anzubieten, eine Art Kompensation ... müsste ich mich in einzelne Stücke reißen, schwer verletzen oder massiv betäuben ... äquivalent DEN Ausgang finden, um der Unfassbarkeit des Schicksals in irgendeiner Form befriedigend begegnen zu können. Aber: Das Leben zwängt sich in die dunkelsten Ecken meines Inneren, verhindert den endlosen Sturz in tiefe, fette, zähe Schwärze. Das fordert mein schlechtes Gewissen heraus, kolportiert angemessenes Verhalten, torpediert eine gewünschte Verarbeitung ... Glaube verflüchtigt sich ... nur um sich ein ums andere mal wieder unaufgefordert aufzudrängen. Beide Schultern hängen. Von der anderen Straßenseite ruft einer was rüber ... "Kopf hoch!" - und was zunächst billig wie abgedroschen klingen mag ... es reicht für die nächsten zehn Schritte um nichts ins Stolpern zu kommen.
Freitag, 13. März 2026
JUNGE JUNGE. DAS INTERVIEW!
Dienstag, 10. März 2026
HOPPE HOPPE REITER.
Die folgende Geschichte ist rasend schnell erzählt. Eine recht junge Reiterin beritt mit ihrem noch unerfahrenen Hengst (Rasse American Quarter Horse) eine dieser schmalen einspurigen Brücken, welche über Autobahnen führen und einen öden Landstrich mit dem anderen verbinden. Aufgrund eines leicht einsetzenden Nieselregens, trug der ebenfalls die Brücke betretende Ingo F. einen Regenschirm mit automatischer Öffnungsfunktion (A.200 Duomatic-Kompakt) bei sich. Den ließ er just in dem Moment aus sich heraus schnellen, als er auf gleicher Höhe mit Hengst und Reiterin war. Das erschrockene Tier geriet in eine sofortige wie explosive Panik - scheute, bäumte sich auf und sprang schließlich mitsamt der Reiterin über das stählerne Geländer gut fünf Meter (lichte Höhe von Autobahnbrücken mindestens 4,50 Meter Standard Durchfahrtshöhe) in die Tiefe. Pferd und Reiterin wurden noch kurz vor ihrem Aufprall auf dem regennassen Asphalt von einem IVECO-Schwerlasttransporter (Modell Stralis 440 S 56 TZP) erfasst und fuhren glücklicherweise nur leicht verletzt mit Fernfahrer Uwe B. bis zur Raststätte AM BRUCH.
Samstag, 7. März 2026
EINFACHES LEBEN.
Donnerstag, 5. März 2026
PETERS MONOLOG.
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Alte Menschen wellen sich, welken nach und nach - und manchmal fallen sie einfach so in sich zusammen. Mir gegenüber sitzt einer von jenen, ...
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Der Film hat mich wirklich sehr berührt. Es flossen Tränen auf meine klebrigen Hände (Popcorn!). So schnell konnte man mich berühren! Das st...
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In die aller größte Stille hinein, ins unbegreiflich Stumme, scheinbar ohne jegliche Bewegung und letztlich wie vakuumverpackt ... lärmt ein...









