Donnerstag, 21. Mai 2026
KOMMUNIKATION. DAS DOPPEL-INTERVIEW
Sonntag, 17. Mai 2026
WORTE.
Dienstag, 12. Mai 2026
DER SINN.
Verkrautet, verfilzt und in einem heillosen Durcheinander, türmten sich die losen Gedanken pyramidenförmig ... im Begriff zu gehen, mit einer Stabtaschenlampe wild um mich fuchtelnd ... tat ich schließlich nur das Nötigste und schiffte, schwankend und ohne die Hilfe meiner Hände, in eine dunkle Ecke. Nichts passte mehr zueinander! Die Kompatibilität logischer Zusammenhänge wich einem Wust an sprichwörtlichem Irrsinn. Es kümmerte mich jedoch nicht im Geringsten. Nach stummer Verrichtung der Notdurft plärrte ich ausgemachten Unfug in eine bewölkte, finstere Nacht und hielt den Lichtstrahl der Lampe senkrecht ins Universum. Alle Götter aller Religionen rief ich an, erbat Audienzen und flehte schließlich wenigstens um ein wenig Gehör. Stumm klaffte mir das tiefe Schwarz der Himmelsdecke entgegen und ließ mich eine Unendlichkeit lang ausreden. Plötzlich, wie aus dem Nichts, vernahm ich von dort oben ein Kichern - so, als mache man sich über mich lustig! Erst ganz zaghaft zurückgenommen und mit zunehmender Dauer schließlich ungehemmt höhnisch laut. Da konnte ich mich vielleicht bedanken! So eine verdammte Scheiße aber auch ... Himmel-Arsch-und-Zwirn! Wer war ich denn eigentlich zum Teufel? Waren meine Anliegen etwa ohne Bedeutung? Halb schlingernd, halb strauchelnd ... hin und wieder flehentlich auf allen Vieren zog ich durch immer enger werdende Straßenzüge bis sich schließlich das Unendliche über mir komplett versteckt hatte. Fast blind vor Wut, fast taub in meinem Zorn blieb mir letztlich nur die Sprachlosigkeit ... legte mich also dann müde auf die kühlen Pflastersteine und schlief in einer Mischung aus Entrüstung und völliger Erschöpfung tief und fest ein. Dann träumte ich ... viel zu viele Alpträume, wirklich viel zu viele ... und ich sehe bis heute nicht den Sinn dahinter.
Freitag, 8. Mai 2026
PETER STEHT IM REGEN.
Nimmermüde fällt er ... nass und schwer ... der Regen ... gleichmäßig verteilt, kontinuierlich wie gnadenlos ... stets und ständig in diesen grauen Tagen. Peters Zigarette wird feucht und qualmt wie ein Schlot ... oder klammes Laub ... hängt schlaff nach unten. Er flucht leise vor sich hin ... spuckt seine schwere Aule quer über den speckig glänzenden Gehweg ... zieht beide müden Beine schwerfällig hinter sich her und sucht einen trockenen Unterschlupf. Bei einem blühenden Kastanienbaum tröpfelt es nur leicht ... Düfte steigen auf ... erdig und wie aus Rosen, Veilchen ... muntere Rinnsale schlängeln sich spielerisch um den kräftigen Stamm. Peter lehnt sich gegen ... stützt beide Hände auf seine zitternden Oberschenkel ... vornübergebeugt ... und reihert sich lauthals die Seele aus dem Leib. Erbricht aus einem einzigen Guss und nimmt seine aufkommenden Tränen als Zutat für dieses furchtbare Malheur. Keine Menschen weit und breit. Glück im Unglück. Schlieriger, dampfender Brei zwischen den triefenden Schuhen ... elendiges Würgen ... Bitterstoffe ... brennender Reiz ... Unbehagen ... Schmerzen in der Magengrube. Peters Handrücken fährt nervös über den aufgesperrten Mund ... wischt grob einmal drüber ... streift seitlich die hängende Hose. Und der Regen dringt boshaft durchs Laub ... aufdringlich sickert das Wasser durch das Blattwerk ... es macht jetzt keinen großen Unterschied mehr. Zwei Spatzen mit klebenden Federn verstummen ob der Schauer ... picken schließlich in der groben Kotze nach irgendeinem Vitamin. Peter glotzt mit weit geöffneten Augen vor sich hin ... beobachtet die Tiere und wie sich kleine Bäche zu einem winzigen Strom vereinen. In den Zwischenräumen eines langen Tages sammelt sich der Trübsinn und rasselt mit allem was er hat. Es marschieren die traurigen Gedanken zu den alten Erinnerungen ... eine militärische Parade in voller Montur ... stramm stehende Söldner des einbruchsicheren Schicksals. Die Atmung zerfällt in hastiges Keuchen ... der Lebensstress schlittert ungebremst durch die brüchige Zeit. Peter macht kräftig in die Hose.
Dienstag, 5. Mai 2026
WOHNSTADT-NORD.
Freitag, 1. Mai 2026
GEBÜSCH-MANN. INTERVIEW.
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... ließ eine rundliche ALKA SELTZER in den frisch gebrühten Italo-Espresso plumpsen und rührte mit dem kleinen verhorntem Finger in der rab...
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Wenn die Technik veraltet, wenn der Baum sich schüttelt und sein Blätterwerk abgibt, wenn der Bart ins Graue übergeht, wenn das alte Haus in...
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Die Meise ist ein Vogel. Der Vogel kann fliegen. Das macht er recht gut. Der Mensch starrt aus dem Fenster. Er kann nicht fliegen. Dafür grü...





