Sonntag, 5. April 2026

KOMM - WIR GEHEN!



Spätestens als der vermaledeite Befund wie eine Wand glasklar aber undurchdringlich - schließlich hart wie Stahl den weiteren Verlauf der Dinge kreuzte, spätestens da bekam ich die Endlichkeit endgültig zu fassen! Vollendete Tatsachen, unverrückbare Zustände knebeln die Atemwege bis zu einer kaum noch auszuhaltenden Beklemmung. Und da kommst du mir ausgerechnet mit dem lieben Gott! Erzählst mir von Hiobs Leid, bedauerst alles zutiefst und lässt, ohne es zu merken, die Schultern hängen. Den Hunger stillt man doch nicht mit einem verbranntem Toast! 

Das Kommen und Gehen verläuft nun schon seit Jahrtausenden immer auf die gleiche dramatische Art und Weise. Manchmal ganz im Stillen und fast reibungslos ... oder aber unter Schmerzen, einem Schrei und in schier unendlicher Verzweiflung. Vermutlich macht sich nur der Mensch ein ums andere mal darum einen Kopf, zerbricht förmlich an den Grübeleien über das Dasein und den tieferen Sinn darin. Die Sumpfdotterblume, das Tränende Herz, der alte Pflaumenbaum oder das kleine Kätzchen aus der Nachbarschaft - allesamt befreit von all den Zerwürfnissen, Gedanken, Plänen und Wünschen der Menschheit.

Peter legt einen seiner langen Arme über meinen von je her leicht gekrümmten Rücken. Still ist es um uns herum geworden. Sein rechter Fuß drückt den feinen Straßenstaub unter seinem Schuh hin und her. Peter ist verlegen und unbedarft hilflos. Was soll man auch sagen? Komm - wir gehen!

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