Es trösten mich die vielen Blumen. Die Steine sind noch nass von der Nacht und versuchen zu glänzen. Ein Weg schlängelt sich irgendwohin - er hat sich das so nicht ausgesucht. Im Dickicht der Gräser und alten Obstbäume verzweigt sich alles bis ins Unendliche. Wunderschöne Verstecke für meine Gedanken.
Vielleicht ist es jedoch besser, wenn die ungesagten Worte irgendeinen Abnehmer finden? Ein verzweifeltes Saxophon sucht selbst in der hintersten Ecke des Raumes einen trunkenen Zuhörer. Die erste Schneeflocke nimmt sich mit Leichtigkeit den sichersten Platz auf Erden. Ich bin völlig durcheinander gebracht worden.
Alles was bleibt, ist ein langer Satz von königsblauer Tinte gezeichnet. Meine Glieder werden verwesen - die Worte bleiben - vielleicht für immer unentdeckt oder so gar nicht berücksichtigt. Nichts als staubiges Mehl bleibt in den Schubladen der nagenden Würmer. Die Zukunft berücksichtigt eine Vergangenheit eher halbherzig bis gar nicht. Vielleicht überdauern ein paar schlaue Kompositionen die Vergesslichkeit des Fortschritts. Ein bronzenes Denkmal steht unbeachtet zwischen trägen Weiden. Jede Rechnung geht nur für den Moment auf. Allseitiger Schein wird von der Finsternis verhaftet.
Trommelwirbel! Aufschrei! Fanfaren! Es nützt ja doch nichts. Im Schein der Glut wirft die Asche den größten Schatten. Erzähl mir bloß nichts von den Gesetzmäßigkeiten - zu schwach hängen meine Schultern auf halber Höhe, um es mit deinen Predigten aufnehmen zu können. Dreh dich um oder ich gehe weg! Das Weite zu suchen obliegt der Zuständigkeit meiner Fluchtgedanken. Im Leben wird nichts gegeben und schon gar nichts genommen. Du sollst den Mund halten und der Stille trotzdem gut zureden. Kein Stein steht für immer auf dem anderen. Niemand liegt neben mir. Die Sirene meint vom Feuer reden zu müssen.

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