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Freitag, 17. April 2026

SZENARIEN.



Es trösten mich die vielen Blumen. Die Steine sind noch nass von der Nacht und versuchen zu glänzen. Ein Weg schlängelt sich irgendwohin - er hat sich das so nicht ausgesucht. Im Dickicht der Gräser und alten Obstbäume verzweigt sich alles bis ins Unendliche. Wunderschöne Verstecke für meine Gedanken.
Vielleicht ist es jedoch besser, wenn die ungesagten Worte irgendeinen Abnehmer finden? Ein verzweifeltes Saxophon sucht selbst in der hintersten Ecke des Raumes einen trunkenen Zuhörer. Die erste Schneeflocke nimmt sich mit Leichtigkeit den sichersten Platz auf Erden. Ich bin völlig durcheinander gebracht worden.

Alles was bleibt, ist ein langer Satz von königsblauer Tinte gezeichnet. Meine Glieder werden verwesen - die Worte bleiben - vielleicht für immer unentdeckt oder so gar nicht berücksichtigt. Nichts als staubiges Mehl bleibt in den Schubladen der nagenden Würmer. Die Zukunft berücksichtigt eine Vergangenheit eher halbherzig bis gar nicht. Vielleicht überdauern ein paar schlaue Kompositionen die Vergesslichkeit des Fortschritts. Ein bronzenes Denkmal steht unbeachtet zwischen trägen Weiden. Jede Rechnung geht nur für den Moment auf. Allseitiger Schein wird von der Finsternis verhaftet.

Trommelwirbel! Aufschrei! Fanfaren! Es nützt ja doch nichts. Im Schein der Glut wirft die Asche den größten Schatten. Erzähl mir bloß nichts von den Gesetzmäßigkeiten - zu schwach hängen meine Schultern auf halber Höhe, um es mit deinen Predigten aufnehmen zu können. Dreh dich um oder ich gehe weg! Das Weite zu suchen obliegt der Zuständigkeit meiner Fluchtgedanken. Im Leben wird nichts gegeben und schon gar nichts genommen. Du sollst den Mund halten und der Stille trotzdem gut zureden. Kein Stein steht für immer auf dem anderen. Niemand liegt neben mir. Die Sirene meint vom Feuer reden zu müssen.

Donnerstag, 28. August 2025

FEURIO!



Der Brand verteilt sich gleichmäßig von einem glühenden Herzen aus in Richtung Fingerspitzen. Das Feuer frisst die hilflosen Wälder und verjagt alles Leben in die Himmelsrichtungen eines gierigen Todes. Ein langer Flaschenhals steckt im Maul des notorischen Trinkers - kein Vor oder Zurück bietet sich als Chance an. Der Weg - welcher eigentlich als Ziel dienen sollte - die Zeit - mit der man Geld zu verdienen beabsichtigte ...

Peter meint: „schreib diesen Text bitte nicht weiter ... er liest sich wie eine Wunde, die nicht aufhören möchte Eiter zu produzieren.“ Peter misst meine Zeilen am Schmerz der Welt, er liest aufmerksam, er wägt ab und kommt zu teils bitteren Erkenntnissen. Sein Fazit fällt stets höchst richterlich aus und lässt mir niemals ein Wahl. Und so bleibt nur ein weiterer Versuch um seiner Sachlichkeit gerecht werden zu können:

Es ist schön am Leben zu sein - wenn die Rahmenbedingungen etwas Würde zulassen. Wenn jetzt die Bäume fallen ... dürfte es dennoch der Natur gelingen, den Lauf der Dinge mit Hoffnung zu begegnen. Der Säufer sitzt auf den Stufen und blinzelt in die milde Sonne - eventuell ist sekundenlang von Glück zu sprechen. Das Menschenleben erwehrt sich allerhand Reizen und die wenigsten davon sind zielführende Berührungen.

Peter meint: „Lass gut sein für heute - die ganze Schreiberei bringt dich um Kopf und Kragen“! Er hat die Weisheit wirklich mit Löffeln gefressen.