Der Wolf filetiert die Schlange, mit güldenem Besteck - und die groben Pfoten in weißen weichen Handschuhen. Der junge Igel besucht mit aufgerichteten Stacheln das Freudenhaus an der dröhnenden Bundesstraße. Eine Eule mit nur einem Flügel versucht sich an halsbrecherischen Stunts und ignoriert dabei die Ratschläge einer alten Wanderratte. Im städtischen Zoo streiten zwei ausgewachsene Elefanten über die Qualität honduranischer und kubanischer Zigarren. Auf den Malediven gibt es keine Tiere mehr - dafür fahren schon Kinder von sechs Jahren in übergroßen Autos der Marken Bentley und Rolls Royce. So langsam aber sicher gehe ich mit dem Gedanken schwanger, nicht mehr alle Nadeln an der Tanne zu haben - oder das Ziegel auf meinem Dach fehlen und die Latten am Zaun verlottern! Die vernarbte Weltkugel driftet so seltsam durch das dunkle All, gespenstische Stille möchte das Leuchten vereinzelter Lichter einfach so ersticken. Und so recken sich die Waffen in Richtung Horizont, unheilvolle Botschaften aus der Dürre menschlichen Denkens und geformt aus dem Lehm eines verkrusteten dunklen Loches - dem Anus - jeglicher Sinn >> einer Stecknadel im Heuhaufen gleich >> verloren! Statt sich die Hände einander zu reichen, hackt der Mensch sie einfach ab und reibt mit blutenden Stümpfen bis zur Taubheit von Empfindungen. Da muss ich mich nun wirklich nicht mehr wundern, wenn hinter mir in der Warteschlange zwei Löwen in schwarzer Lackwäsche stehen und sich eine vegane Pizza teilen möchten.
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Donnerstag, 27. November 2025
Samstag, 2. August 2025
WAS WERDEN SOLL.
Was soll werden? Zwei kräftige Hände packten meine schlaffen Schultern und rüttelten kräftig daran ... sie griffen nach dem müden Kopf und wackelten diesen hin und her ... schließlich umschlossen sie mein Herz und drückten schmerzhaft zu!
Tschingis Aitmatow und „Der weiße Dampfer“ rutscht mir vom kleinen Tisch und wie benommen falle ich in mich zusammen. Die Kraft des Schreibens versetzt mir einen heftigen Schlag, die Macht des Schicksals zerstört den menschlichen Traum!
Was soll nun werden - im Angesicht der letzten glasklaren Seen und dem blutigen Dreck unter gerissenen Fingernägeln? Wohin mit all den Waffen, diesen Beschleunigern des Kummers, den Verstärkern der Schreie? In den Schmutz und unter die genagelten Stiefel mit ihnen!
Die alte Frau mit der vielsagenden Gicht in den Händen schält an fleckigen Kartoffeln. Ein ums andere Mal fallen die runzligen Erdäpfel zu Boden. Auf dem gusseisernen Ofen brodelt bereits erwartungsfroh das kochende Salzwasser. Es duftet nach süßlicher Stärke, würzigem Kümmel und fetter Butter.
Das Alter pachtet unter glücklichen Umständen auch die Weisheit und eine wichtige Erkenntnis. Meine Ohren öffnen sich dem - wie riesige Tore einer langsam verfallenden Scheune. Es geht nicht um Wahrheiten - sondern ganz generell um die Macht und Kraft der Liebe.
Wir müssen uns den Blumen öffnen - das Pflücken und Schneiden jedoch nochmals überdenken. Das Glück des Lebens endet immer abrupt an den Brüchen und Rissen dunkler Wendungen. Das Licht trifft die Helligkeit und lässt das Böse erstarren. Bis in den letzten Winkel.
Daran glaube ich.
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Alte Menschen wellen sich, welken nach und nach - und manchmal fallen sie einfach so in sich zusammen. Mir gegenüber sitzt einer von jenen, ...
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Wenn die Technik veraltet, wenn der Baum sich schüttelt und sein Blätterwerk abgibt, wenn der Bart ins Graue übergeht, wenn das alte Haus in...

